Mit dem neuen Feature Prio Panda erweitern wir unser Leaflet HEMS – für eine besonders flexible Nutzung von PV-Überschuss. Welches Geräte hat wann Vorrang? Das legen Nutzer nun selbst fest, HEMS macht den Rest automatisch.
Ob Elektroauto, Batteriespeicher, Wärmepumpe oder Heizstab: Der erzeugte Solarstrom wird genau dort eingesetzt, wo er den größten Nutzen bringt. Auch einfache Verbraucher lassen sich über smarte Steckdosen oder Relais in die PV-Überschussnutzung integrieren und priorisieren!
Solarstrom nutzen, wie es zum eigenen Alltag passt
Jeder Haushalt hat andere Anforderungen. Während für manche Nutzer das Elektroauto nach Feierabend möglichst vollgeladen sein soll, steht für andere die Wärmepumpe oder ein ausreichend geladener Batteriespeicher im Vordergrund.
Mit Prio Panda gibt es nun eine zentrale Priorisierung für die gesamte Anlage. Die Prioritätenliste lässt sich intuitiv per Drag-and-Drop anpassen. So kann die Reihenfolge der Verbraucher, die bevorzugt mit überschüssigem Solarstrom versorgt werden, jederzeit mit wenigen Klicks angepasst werden.
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Mehr InformationenDas Ergebnis: Der selbst erzeugte Strom wird entsprechend der persönlichen Bedürfnisse verteilt und nicht nach starren Regeln einzelner Geräte.
Mehr Kontrolle für Batteriespeicher und Verbraucher
Besonders interessant ist die neue Priorisierung für Batteriespeicher.
Viele Anlagenbesitzer möchten ihren Speicher zunächst auf einen bestimmten Ladezustand (State of Charge, SOC) bringen, bevor andere Verbraucher versorgt werden. Mit Prio Panda kann genau dieser gewünschte SOC-Wert definiert werden.
Damit erhält die Batterie morgens beispielsweise eine garantierte Grundladung. Ist der definierte Ladezustand erreicht, wird zusätzlicher PV-Überschuss bevorzugt anderen Verbrauchern zugewiesen, etwa dem Elektroauto oder der Warmwasserbereitung.
Die Priorisierung zeigt außerdem auf einen Blick, welche Verbraucher aktuell am PV-Überschussbetrieb teilnehmen. Ausgegraute Geräte befinden sich aktuell nicht im PV-Überschussmodus und nehmen nicht an der Priorisierung teil. Zum Beispiel eine Wallbox, die gerade im Modus „Dynamischer Tarif“ lädt und nicht im Modus „Nur Solarstrom“.
Ein Betriebsmodus für das gesamte Energiesystem
Prio Panda unterstützt verschiedene Arten steuerbarer Verbraucher und führt diese in einer gemeinsamen Priorisierung zusammen.
Dazu gehören unter anderem:
- Batteriespeicher
- Wallboxen
- Heizstäbe
- SG-Ready-Wärmepumpen
- PV-Überschuss-Wärmepumpen
- Schaltbare Verbraucher wie Ladegerät für E-Bike oder Springbrunnen an schaltbarer Steckdose
Nutzer können individuelle Ein- und Ausschaltbedingungen, Mindestlaufzeiten oder Leistungsgrenzen definieren und anschließend die Priorisierung aller Geräte zentral verwalten.
Dadurch entsteht erstmals eine ganzheitliche Steuerung des PV-Überschusses auf Haushaltsebene.
Praxisbeispiele: So funktioniert die Priorisierung im HEMS
An einem sonnigen Frühlingstag stehen sowohl die Wallbox als auch ein Heizstab zur Verfügung.
Ohne Priorisierung könnte ein großer Teil des Überschusses in die Warmwasserbereitung fließen. Mit Prio Panda erhält zunächst die Wallbox den Vorrang und lädt das Elektrofahrzeug. Erst wenn ausreichend Leistung verfügbar ist, wird der Heizstab aktiviert.
Ergebnis: Das Fahrzeug wird gezielt mit kostenlosem Solarstrom geladen.
Ein Nutzer möchte sicherstellen, dass sein Batteriespeicher täglich mindestens 40 Prozent Ladezustand erreicht.
Mit Prio Panda erhält der Speicher zunächst höchste Priorität, auch einem weniger sonnigen, bewölkten Tag. Nach Erreichen des definierten SOC werden weitere Überschüsse automatisch anderen Verbrauchern zugewiesen.
Ergebnis: Versorgungssicherheit und maximale Flexibilität für weitere Verbraucher.
Im Winter steht die Wärmepumpe im Vordergrund. Im Sommer soll stattdessen das Elektroauto bevorzugt geladen werden.
Durch die frei anpassbare Prioritätenliste können Nutzer ihre Energieverteilung jederzeit an veränderte Gewohnheiten oder saisonale Anforderungen anpassen.
Ergebnis: Eine PV-Nutzung, die sich dem Alltag anpasst und nicht umgekehrt.
Transparenz statt Black Box
Für Consolinno steht bei der Weiterentwicklung des Energiemanagements neben der Optimierung vor allem die Nachvollziehbarkeit im Fokus.
„Die Bedienungsfreundlichkeit der App dürfte für die Nutzer eines der wichtigsten Aspekte sein. Der Markt teilt sich derzeit in die Systeme, die dem Nutzer nicht so viel Einfluss auf die Optimierung geben und andere, wo sie viel einstellen können. Wir verfolgen die Strategie, Nutzern bewusst viele Gestaltungsmöglichkeiten zu geben“, sagt Simon Köppl, Head of Strategy & Products bei Consolinno.
Gerade im Energiemarkt gewinnen intelligente Optimierungsstrategien zunehmend an Bedeutung. Umso wichtiger ist es, dass Nutzer verstehen können, warum ein System bestimmte Entscheidungen trifft.
Prio Panda setzt deshalb auf eine transparente, regelbasierte Priorisierung. Anwender behalten jederzeit die Kontrolle darüber, wie ihr selbst erzeugter Solarstrom genutzt wird.