Consolinno Energie-Couch mit Franz-Josef Feilmeier

Folge #2: Die Energiewende: Open Source, ostbayerischer Pioniergeist, europรคische Wertschรถpfung. Und die Frage, was wir fรผr eine klimaneutrale Zukunft brauchen.

ย 

Energie-Couch Klaus Nagl und Franz-Josef Feilmeier

Manche Gesprรคche fรผhlen sich eher wie ein Podcast an. Andere wie ein Strategiemeeting. Und dann gibt es die Gesprรคche, bei denen man nach zwei Stunden feststellt, dass eigentlich jeder im Raum gerne noch weiter diskutiert hรคtte. Genau so war die zweite Ausgabe unserer Consolinno Energie-Couch.

Gemeinsam mit Franz-Josef Feilmeier, Grรผnder und CEO von FENECON, sprach unser CEO Klaus Nagl รผber die groรŸen Fragen der Energiewende. Moderiert wurde die Runde von Simon Kรถppl, Head of Strategy & Products bei Consolinno.

You are currently viewing placeholder content from YouTube. To access the actual content, click on the button below. Please note that data will be shared with third-party providers.

More information

CEO sein: Zwischen Vision und Realitรคt

Gleich zu Beginn wurde es persรถnlich. Auf die Frage nach den Herausforderungen als Geschรคftsfรผhrer brachte es Klaus auf den Punkt: Die besten Ideen entstehen oft schnell โ€“ die Umsetzung dauert meistens lรคnger als man sich wรผnschen wรผrde. Franz sieht das รคhnlich, bezeichnet den Job aber trotzdem als โ€žden schรถnsten der Weltโ€œ. Warum? Weil man jeden Tag die Mรถglichkeit hat, die Zukunft mitzugestalten und gemeinsam zu รผberlegen, wie die Energiewende einen Schritt weitergebracht werden kann. Kurz gesagt: Beide eint die Leidenschaft, die Dinge nicht einfach hinzunehmen, sondern besser zu machen.

Warum so viele Energiepioniere aus Ostbayern kommen

Dass sowohl FENECON als auch Consolinno ihre Wurzeln in Ostbayern haben, ist fรผr beide kein Zufall. Franz erinnerte daran, dass die Region schon bei den ersten PV-Anlagen in Deutschland ganz vorne mit dabei war. Innovative Kunden, mutige Unternehmer und eine starke technische Ausbildung hรคtten ein Umfeld geschaffen, das bis heute Energiewende-Unternehmen hervorbringt. Klaus ergรคnzte, dass viele der frรผhen Projektentwickler der Solarbranche ebenfalls aus Ostbayern kamen. Die Region war und ist ein echter Nรคhrboden fรผr Innovationen.

Europa muss mehr kรถnnen als nur einkaufen

Spannend wurde es beim Blick auf Produktion, Lieferketten und den weltweiten Wettbewerb. Fรผr beide ist klar: Wer รผber kritische Infrastruktur spricht, muss auch รผber technologische Souverรคnitรคt sprechen. Entwicklungskompetenz, Fertigung und Know-how sind keine Selbstverstรคndlichkeit. Sie mรผssen aktiv aufgebaut und erhalten werden. Dabei geht es nicht um Abschottung, sondern um Resilienz. Die Energiewende braucht nicht nur Software und Speicher, sondern auch die Fรคhigkeit, die entscheidenden Technologien selbst zu verstehen und weiterzuentwickeln.ย 

Open Source als gemeinsames Fundament

Beim Thema Open Source sind Franz und Klaus schon lange auf einer Wellenlรคnge. Denn die Energiewende sei schlicht zu groรŸ fรผr Insellรถsungen, so Klaus. Wenn Millionen Anlagen, Speicher, Ladesรคulen und Wรคrmepumpen intelligent zusammenarbeiten sollen, braucht es offene Standards und eine starke Community. ย 

Genau deshalb setzen sowohl das FENECON Energiemanagementsystem FEMS als auch unser CEMSย auf OpenEMS. Alle profitieren von gemeinsamen Standards und kontinuierlicher Weiterentwicklung. Fรผr Franz ist Open Source dabei sogar ein wichtiger Baustein fรผr Cybersicherheit und eine echte europรคische Alternative zu geschlossenen Plattformรถkosystemen.

Die gute Nachricht: Technisch kรถnnen wir vieles schon

Am Ende ging es um die groรŸe Frage: Wie sieht eine klimaneutrale Welt in 20 Jahren aus? Die Antwort beider war รผberraschend optimistisch. Speicher, E-Mobilitรคt, intelligente Energiemanagementsysteme und elektrische Wรคrmeerzeugung sind bereits heute verfรผgbar. Die Herausforderung liegt weniger in der Technologie als darin, die Systeme intelligent miteinander zu verbinden und schneller in die Breite zu bringen.

Und wenn die beiden keine CEOs wรคren?

Zum Abschluss wurde es noch einmal unterhaltsam. Wer den anderen gerne als Chief Vision Officer einstellen oder einen Netzbetreiber umkrempeln lassen wรผrde, schaut und hรถrt ihr euch am besten selbst an!

You are currently viewing placeholder content from YouTube. To access the actual content, click on the button below. Please note that data will be shared with third-party providers.

More information

Unser Fazit: Die Energiewende braucht mehr Zusammenarbeit statt Silodenken, mehr Offenheit statt Insellรถsungen und mehr Menschen, die Zukunft nicht nur diskutieren, sondern gestalten.