Folge #2: Die Energiewende: Open Source, ostbayerischer Pioniergeist, europäische Wertschöpfung. Und die Frage, was wir für eine klimaneutrale Zukunft brauchen.
Manche Gespräche fühlen sich eher wie ein Podcast an. Andere wie ein Strategiemeeting. Und dann gibt es die Gespräche, bei denen man nach zwei Stunden feststellt, dass eigentlich jeder im Raum gerne noch weiter diskutiert hätte. Genau so war die zweite Ausgabe unserer Consolinno Energie-Couch.
Gemeinsam mit Franz-Josef Feilmeier, Gründer und CEO von FENECON, sprach unser CEO Klaus Nagl über die großen Fragen der Energiewende. Moderiert wurde die Runde von Simon Köppl, Head of Strategy & Products bei Consolinno.
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Mehr InformationenCEO sein: Zwischen Vision und Realität
Gleich zu Beginn wurde es persönlich. Auf die Frage nach den Herausforderungen als Geschäftsführer brachte es Klaus auf den Punkt: Die besten Ideen entstehen oft schnell – die Umsetzung dauert meistens länger als man sich wünschen würde. Franz sieht das ähnlich, bezeichnet den Job aber trotzdem als „den schönsten der Welt“. Warum? Weil man jeden Tag die Möglichkeit hat, die Zukunft mitzugestalten und gemeinsam zu überlegen, wie die Energiewende einen Schritt weitergebracht werden kann. Kurz gesagt: Beide eint die Leidenschaft, die Dinge nicht einfach hinzunehmen, sondern besser zu machen.
Warum so viele Energiepioniere aus Ostbayern kommen
Dass sowohl FENECON als auch Consolinno ihre Wurzeln in Ostbayern haben, ist für beide kein Zufall. Franz erinnerte daran, dass die Region schon bei den ersten PV-Anlagen in Deutschland ganz vorne mit dabei war. Innovative Kunden, mutige Unternehmer und eine starke technische Ausbildung hätten ein Umfeld geschaffen, das bis heute Energiewende-Unternehmen hervorbringt. Klaus ergänzte, dass viele der frühen Projektentwickler der Solarbranche ebenfalls aus Ostbayern kamen. Die Region war und ist ein echter Nährboden für Innovationen.
Europa muss mehr können als nur einkaufen
Spannend wurde es beim Blick auf Produktion, Lieferketten und den weltweiten Wettbewerb. Für beide ist klar: Wer über kritische Infrastruktur spricht, muss auch über technologische Souveränität sprechen. Entwicklungskompetenz, Fertigung und Know-how sind keine Selbstverständlichkeit. Sie müssen aktiv aufgebaut und erhalten werden. Dabei geht es nicht um Abschottung, sondern um Resilienz. Die Energiewende braucht nicht nur Software und Speicher, sondern auch die Fähigkeit, die entscheidenden Technologien selbst zu verstehen und weiterzuentwickeln.
Open Source als gemeinsames Fundament
Beim Thema Open Source sind Franz und Klaus schon lange auf einer Wellenlänge. Denn die Energiewende sei schlicht zu groß für Insellösungen, so Klaus. Wenn Millionen Anlagen, Speicher, Ladesäulen und Wärmepumpen intelligent zusammenarbeiten sollen, braucht es offene Standards und eine starke Community.
Genau deshalb setzen sowohl das FENECON Energiemanagementsystem FEMS als auch unser CEMS auf OpenEMS. Alle profitieren von gemeinsamen Standards und kontinuierlicher Weiterentwicklung. Für Franz ist Open Source dabei sogar ein wichtiger Baustein für Cybersicherheit und eine echte europäische Alternative zu geschlossenen Plattformökosystemen.
Die gute Nachricht: Technisch können wir vieles schon
Am Ende ging es um die große Frage: Wie sieht eine klimaneutrale Welt in 20 Jahren aus? Die Antwort beider war überraschend optimistisch. Speicher, E-Mobilität, intelligente Energiemanagementsysteme und elektrische Wärmeerzeugung sind bereits heute verfügbar. Die Herausforderung liegt weniger in der Technologie als darin, die Systeme intelligent miteinander zu verbinden und schneller in die Breite zu bringen.
Und wenn die beiden keine CEOs wären?
Zum Abschluss wurde es noch einmal unterhaltsam. Wer den anderen gerne als Chief Vision Officer einstellen oder einen Netzbetreiber umkrempeln lassen würde, schaut und hört ihr euch am besten selbst an!
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Mehr InformationenUnser Fazit: Die Energiewende braucht mehr Zusammenarbeit statt Silodenken, mehr Offenheit statt Insellösungen und mehr Menschen, die Zukunft nicht nur diskutieren, sondern gestalten.